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Alarmanlage

Aus Bastellust habe ich mir eine selbstentwickelte Alarmanlage gebaut. Als erstes entstand die Relais Variante, weil ich noch nicht so viel Ahnung hatte als ich diese Schaltung entwickelte. Später habe ich dann eine aus ICs entwickelt (2002). Sie ist sparsamer und besser einzustellen, außerdem ist sie für mehrere Spannungen kompatibel (5V - 15V)

Relais-Variante

Um den Aufbau der Alarmanlage einfacher zu machen, habe ich sie in mehrere Abschnitte aufgeteilt.

Als erstes solltest Du den Überwachungsstein aufbauen. Von diesem Baustein können später so viele benutzt werden, wie viele Überwachungsschleifen zur Verfügung stehen sollen.

Danach solltest Du den Speicherstein aufbauen, der das Signal verstärkt und speichert. Dieser wird nur einmal benötigt.

Jetzt kommt der Verzögerungsbaustein, damit man noch Zeit hat die Alarmanlage abzuschalten wenn man in den Raum kommt (natürlich nur mit dem richtigen Schlüssel, oder Code).

Und am Ende den Baustein zum verzögerten Einschalten, damit man nach dem Scharfstellen noch den Raum verlassen kann, ohne Alarm auszulösen. Dieser Baustein hat auch die Funktion die Alarmanlage nach einer bestimmten Alarmzeit auf Null zu stellen (Reset).

Beim Aufbau ist es zu empfehlen, die Relais und Kondensatoren als letztes einzulöten, da diese sonst immer im Weg sind.

alarmanlage1.gif

Das Foto zeigt die Lochrasterplatine, auf der die Schaltung aufgebaut ist.

Die Schaltung von oben, Vorne sieht man die Anschlüsse für die Alarmschleifen, ich habe drei Schleifen eingebaut.

IC-Variante

Sie besteht aus drei Timern NE555, und ist mit ansonsten simplen Mitteln aufgebaut.

Schaltplan der IC-Variante.

Wegen der gesteigerten Aufmerksamkeit(externer Link) für diesen Plan zur Zeit möchte ich nun doch noch eine Ergänzung machen. Vor die Potis P1 bis P3 gehört zur Sicherheit ein Festwiederstand, damit der Gesamtwiderstand nicht bis auf 0Ω gedreht werden kann.

Die Sirene kommt an den Pin 3 des Mittleren ICs. Um den gesicherten Bereich verlassen zu können, ohne Alarm auszulösen kann man an Pin 2 des letzten ICs einen kurzen negativen Impuls geben, dadurch ist die Alarmanlage für eine kurze Zeit inaktiv und man kann den "gesicherten" Bereich verlassen.
Jetzt noch ein paar Bilder von meinem Aufbau:

Die fertig aufgebaute Schaltung von der Seite.

Die Schaltung von Oben.

Zur Funktion

Eigentlich ist die Alarmanlage wie ein Lauflicht, nur halt ohne Lampen:

Skizze zum Vergleichen der Alarmanlage mit einem Lauflicht.

Alarmanlage:

Lichterkette (Lauflicht):

1. Alarmanlage wird ausgelöst.

1. Lichterkette wird eingeschaltet.

2. IC 1 geht an und lässt die Alarmlampe leuchten

2. Erste Lampe geht an.

3. Alarmlampe geht aus und die Sirene geht an.

3. Erste Lampe geht aus und die zweite an.

4. Die Sirene geht aus und die Pausenlampe geht an

4. Die zweite Lampe geht aus und die dritte geht an.

Die beiden Verbindungen oben an den ICs sind dafür da, dass IC 1 nicht angeht, bevor IC 2 und IC 3 ausgegangen sind. So kann eine Pause erzwungen werden, denn wenn IC 3 2 Min. an bleibt leuchtet in der Zeit nur die Lampe und es kann durch die Verbindung oben kein Alarm ausgelöst werden.

Die Alarmanlage ist als Bastelprojekt gedacht und nicht um wirkliche Wertgegenstände zu sicher, da kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet werden kann.

Ich möchte abschließend nach der Sache mit dem »entliehenen« Schaltplan(externer Link) im Bremer Tatort - "Schlafende Hunde"(externer Link) kurz erklären, wie die Sache verlaufen ist.
Aufmerksam gemacht auf den Tatort haben mich unter anderem Benutzer von Mikrocontroller.net(externer Link). Ohne die aufmerksamen Benutzer dort wäre mir der »entliehene« Schaltplan wohl nicht aufgefallen. Daraufhin habe ich mich bei der ARD-Pressestelle beschwert und eine schriftliche Stellungsnahme mit Entschuldigung gefordert. Die Pressestelle hat mich an die verantwortliche Redakteurin weitergeleitet. Von da an ging es leider sehr zögerlich weiter, weil die Produktionsfirma erst noch klären musste, wie der Schaltplan ohne mein Einverständnis von meiner Webseite in den Film gekommen ist. Diese starke Verzögerung fand ich sehr ärgerlich, weil erst dadurch das Interesse für den Fall so »groß« werden konnte.
Nachdem ich dann später Kontakt zum Geschäftsführer der Produktionsfirma hatte, konnte recht schnell geklärt werden, wann und wie der Schaltplan bei mir »entliehen« wurde.
Letztendlich habe ich meine Stellungnahme mit Entschuldigung bekommen, die Sache ist für mich somit erledigt.

Erstellt vor 2005